Reezer's little Homepage

Datenschutz:

Warum

Datenschutz ist wichtig! Den Grund dafür muss (bzw. müsste) jeder selbst wissen. Häufig steht am Anfang eines aufklärenden Gesprächs der Satz "Ich habe nichts zu verbergen". Auf diesen Satz wird häufig nicht richtig geantwortet. Der Hauptgrund dafür ist, dass es sich um eine Feststellung handelt. Wenn dem wirklich so wäre, dann ist Datenschutz für einen selbst überflüssig. Das Problem an der Sache ist nur, dass viele Leute, die diese Aussage treffen nicht genau darüber nachgedacht haben.

Ein Beispiel

Es gibt viele Beispiele, die man nehmen könnte. Ich nehme mal ein Beispiel von Datenspionage, welches in unserer in unserer Gesellschaft zum Alltag gehört: Kundenkarten.
Kundenkarten sind Karten, die man von jedem größeren Geschäft bekommt. Da gibt es vor allem zwei Methoden. Die eine ist dem Kunden einen Erlass von einem fixen Prozentsatz zu geben. Das heißt ich gehe zum Supermarkt kaufe, was ich eben so kaufe und an der Kassa fragt die höfliche Verkäuferin: "Haben sie schon eine Kundenkarte?" Wenn nicht, dann kommt sofort das Formular und es wird einem gesagt, dass sie nichts kostet und man alles günstiger bekommt. Vielleicht gibt's sogar einen Schlüsselanhänger ein monatliche Zeitschrift oder sonstige lebensnotwendige Extras.
Btrachten wir diese Situation mal genauer:
Nun, was wird auf diesem Formular alles gefragt und was wird für was benötigt?
Um an dein persönliches kaufverhalten zu kommen reicht eigentlich schon eine Kundenkarte ohne jegliche Informationen. Ich bin eine anonyme Nummer und ein Data Mining Programm schaut eben, was ich so kaufe bzw. was mit der Karte so gekauft wird. Um zu wissen, was ein großteil der Kunden kauft und sogar um zu wissen, was wie oft gekauft wird braucht man nicht mal eine Kundenkarte. Immerhin kann man diese Information ja einfach aus den normalen Geschäften entnehmen. Jeder Artikel und jeder Handel (bzw. jede Rechnung) hat seine Nummer. Außerdem müssen ja die Geschäfte auch so wissen, wie viel sie von welchem Artikel bestellen und wie schnell der weg ist. Nein, man will auch noch Name, Adresse, Alter, Telefonnummer, Geschlecht, Beruf oder was auch immer wissen (vielleicht auch, ob sie allein im Haushalt sind (Ehestand, Personen im Haushalt)). Ist ihnen egal?
Wir wissen was alles gebraucht wird um sie in Statistiken zu fasssen: Gar nichts!
Jetzt überlegen wir einmal, was man mit den Daten, die verlangt werden tun kann. Also als Einbrecher könnte man einiges damit anfangen. Da könnte man zum Beispiel herausfinden, wo jemand ist und wann ein guter Zeitpunkt zum Einbruch ist. Wie? Nennen wir unseren Käufer mal X (egal, ob Frau, Mann oder Alien). X ist wie die meisten anderen Menschen(Alien) auch berufstätig und macht beim Heimweg in einer Filiale des Kozerns, nennen wir ihn mal Y, ein. X macht das jeden Tag gegen fünf Uhr schluss und kauft um sechs ein. Da X eine Kundenkarte hat in welcher nur nach der Adresse gefragt wird, weiß Y, dass X zumindest gegen sechs Uhr in der Filiale ist. Das heißt zumindest X selbst ist nicht zu Hause. Nun, wie schwer ist es heruaszufinden wie viele Leute in einem Haushalt wohnen